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Afghanen wählen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen neuen Präsidenten

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Afghanen wählen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen neuen Präsidenten

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In Afghanistan hat unter dem Schutz Hunderttausender Sicherheitskräfte
die Präsidentenwahl begonnen. Mehr als
zwölf Millionen Stimmberechtigte sind dazu aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Hamid Karsai zu bestimmen. Karsai regiert seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001. Er durfte nach der Verfassung nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren.

Karsai rief die Afghanen dau auf, zur Wahl zugehen – trotz der Kälte, des Regens und der Drohungen der Feinde Afghanistans.

Insgesamt acht Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge Karsais. Als Favoriten gelten die früheren Außenminister Salmai Rassul und Abdullah Abdullah sowie Ex-Finanzminister Ashraf Ghani. Sollte kein Bewerber eine absolute Mehrheit erhalten, ist für den 28. Mai eine Stichwahl vorgesehen. Erste vorläufige Teilergebnisse der Wahlkommission werden gegen Mitte der kommenden Woche erwartet.

Die Wahl ist die letzte, bevor der Kampfeinsatz der Nato-geführten Schutztruppe Isaf in Afghanistan zum Jahresende ausläuft. Die Isaf steht am Wahltag nur zur Unterstützung in Notfällen bereit, sollten die afghanischen Sicherheitskräfte sie anfordern.

Alle drei Favoriten kündigten an, im Falle eines Sieges das Sicherheitsabkommen mit den USA zu unterzeichnen, das Voraussetzung für einen kleineren Nato-Einsatz zur Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte von 2015 an ist. Karsai hatte die Unterschrift trotz Appellen aus dem In- und Ausland verweigert.