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Hohe Beteiligung an historischer Präsidentenwahl in Afghanistan

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Hohe Beteiligung an historischer Präsidentenwahl in Afghanistan

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Der Weg für die erste demokratische Machtübergabe in Afghanistan ist frei und die Wahlberechtigten haben die historische Chance genutzt.
Den Anschlagsdrohungen der Taliban zum Trotz mussten für die Präsidentenwahl aufgrund des großen Andrangs die Wahllokale eine Stunde länger als geplant geöffnet bleiben. Vereinzelt ging der Vorrat an Stimmzetteln aus.
Afghanistans scheidender Präsident Hamid Karsai erklärte:

“Die afghanische Nation hat sich heute eindeutig zu der Präsidentschaftswahl bekannt. Trotz des kalten und regnerischen Wetters und möglichen Attacken von Terroristen haben unsere Schwestern und Brüder landesweit die Herausforderung angenommen. Dies ist ein Schritt vorwärts und ein Erfolg für Afghanistan.”

Nach Schätzungen der unabhängigen Wahlkommission haben rund sieben Millionen der mehr als zwölf Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das entspräche einer Wahlbeteiligung von etwa 58 Prozent.
Für die Nachfolge des seit 2001 regierenden afghanischen Präsidenten Hamid Karsai stellten sich acht Kandidaten zur Wahl – nur drei von ihnen werden echte Chancen eingeräumt.

Abseits der Hauptstadt Kabul kam es allerdings zu gewaltsamen Zwischenfällen, bei denen insgesamt ein Zivilist, mehr als ein Dutzend Sicherheitskräfte und mehrere Dutzend Aufständische getötet wurden.

“In Afghanistan sind die Wahllokale geschlossen und die Urnen versiegelt,” sagt der Euronews-Reporter in Kabul. “Auf den ersten Schritt folgt nun allerdings ein Marathon mit der Auszählung der Stimmzettel. Was die Afghanen am meisten befürchten, ist Wahlbetrug.”