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Proteste in Chile gegen schleppende Erdbebenhilfe

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Proteste in Chile gegen schleppende Erdbebenhilfe

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In Iquique im Norden Chiles haben fünf Tage nach dem schweren Erdbeben rund 500 Menschen gegen die schleppende Hilfe durch die Behörden protestiert. Noch immer gebe es kein Wasser und keinen Strom, viele trauen sich nicht in ihre Häuser zurück oder in das, was davon übrig geblieben ist.

Das Zentrum des Bebens am Dienstagabend lag rund 100 Kilometer vor der Küste der Stadt Iquique in fast 40 Kilometern Tiefe im Meer. In den vergangenen Tagen kam es zu zu einer Serie von Nachbeben. Nach Auffassung von Experten könnte das noch monatelang anhalten.

Bei dem schwersten Erdbeben in Chile seit seit dem 19. Jahrhundert sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Es löste mehrere Tsunami-Wellen aus, die größten erreichten mit etwa 2,5 Metern Höhe den Hafen von Iquique. Mehr als hundert Fischer- und Tourismusboote wurden schwer beschädigt. Präsidentin Michelle Bachelet erklärte drei Regionen im Norden zum Katastrophengebiet.