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Unterkühlung: Baby stirbt im chilenischen Erdbebengebiet

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Unterkühlung: Baby stirbt im chilenischen Erdbebengebiet

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Nur langsam normalisiert sich die Lage im Erdbebengebiet im Norden Chiles. Rund 2.600 Häuser wurden bei dem Beben am Montag Ortszeit zerstört, mehrere hundert Menschen sind obdachlos. Betroffen sind vor allem Menschen aus den ärmeren Stadtteilen. Ein Neugeborenes starb an Unterkühlung. Viele wagen sich aus Angst vor Nachbeben nicht in ihre Wohnungen zurück.

“Aus Angst kampieren wir hier seit Montag. Wir haben das Haus verlassen, um Lebensmittel zu holen. Wir blieben nicht zu Hause, weil die Wände einzustürzen drohten. Wir konnten nicht bleiben, wir hatten Angst”, schildert Helen Tapia ihre Lage.

Lange Schlangen bilden sich, die Menschen klagen über stark gestiegene Preise für Lebensmittel und Trinkwasser. Den Behörden gelang es, die Versorgung mit Strom und Trinkwasser weitgehend wiederherzustellen. Die Gefahr von weiteren Nachbeben ist allerdings noch nicht gebannt. Problematisch ist die Lage vor allem in den kleineren Dörfern im Landesinneren, die schwer erreichbar sind.

Weiterführende Links

Servicio Sismológico Nacional, Universidad de Chile (Erdbebenwarte, spanisch)

ONEMI - Oficina Nacional de Emergencia del Ministerio del Interior y Seguridad Pública (Katastrophenschutz, spanisch)

Stadt Iquique (spanisch)