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Ungarn wählt - Orbán bleibt

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Ungarn wählt - Orbán bleibt

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Rund acht Millionen Ungarn sind heute aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Geht es nach den Meinungsforschern, dann ist lediglich unklar ob es für Ministerpräsident Viktor Orbán und seinen konservativen Ungarischer Bürgerbund FIDESZ erneut für eine Zweidrittelmehrheit im Parlament reichen wird. Am Sieg Orbáns wird nicht gezweifelt. Allerdings muss der im Ausland umstrittene Regierungschef im Vergleich zu 2010 mit deutlichen Stimmeinbußen rechnen.

“Wir bitten um vier weitere Jahre”, rief Orbán seinen Anhängern auf der Abschlußkundgebung des Wahlkampfs in Budapest zu.

Das Wahlbündnis der linken Opposition, “Regierungswechsel”, wird von der Sozialistischen Partei (MSZP) angeführt. Es liegt in den Umfragen nur knapp vor der rechtsradikalen Jobbik (Die Besseren). Oppositionsführer und MSZP-Chef Attila Mesterházy verspricht soziale Wohltaten: “Im Falle unseres Wahlsieges werden wir den Mindestlohn auf 330 Euro anheben, so dass es den Ungarn besser gehen wird”, sagte Mesterházy den Wählern zu.

Interne Streitigkeiten in der linken Oppositionsallianz, haben von Orbán enttäuschte Wähler in die Hände von Jobbik getrieben. In der Endphase des Wahlkampfes vermerkten die Demoskopen einen derart starken Umschwung zugunsten von Jobbik, dass sie ihnen sogar den zweiten Platz in der Parteienlandschaft, sicherlich aber mehr als 20 Prozent der Stimmen zutrauen.

Die Öko-Partei “Politik kann anders sein” (LMP) kann sich Chancen ausrechnen, erneut die 5 Prozent Hürde zu überspringen.

Mit ersten aussagekräftigen Teilergebnissen wird gegen 22.00 Uhr MESZ gerechnet.

Weiterführende Links

Fidesz – Magyar Polgári Szövetség (Fidesz – Ungarischer Bürgerbund)

MSZP - Magyar Szocialista Párt (Ungarische Sozialistische Partei)

Jobbik Magyarországért Mozgalom (Bewegung für ein besseres Ungarn)

LMP Lehet Más a Politika (Die Politik kann anders sein)

Pester Lloyd: Wahlen in Ungarn 2014 - Themenseite