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Korallenriff aus dem 3D-Drucker

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Korallenriff aus dem 3D-Drucker

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Die schwungvollen Skulpturen sehen aus wie Kunstwerke, künstliche Korallenriffe aus dem 3D-Drucker. Verwendet wurde das derzeit größte existierende Druckgerät, der sogenannte D-Shape, mit dem sich ganze Objekte von der Parkbank bis zum Pavillon drucken lassen. Als Ausgangsmaterial dienen Sand, Kies und Mineralstaub.

Enrico Dini: “Wir haben bereits künstliche Korallenriffe erzeugt, die über die typischen, äußerst komplexen Formen verfügen, die man ohne diese Technologie in dieser Präzision nicht erreichen könnte. Diese Korallenriffe sorgen für einen Anstieg der Fischpopulation und verhindern die Küstenerosion.”

Der Italiener Enrico Dini steht hinter dem britischen Unternehmen Monolite UK, das den D-Shape 3D-Drucker entwickelt hat. Dabei wird Mineralstaub in hauchdünnen Schichten aufgetragen.

Enrico Dini: “Die Idee ist, am Meeresboden Sand und organische Bindestoffe zu entnehmen, genau an dem Ort, an dem wir das Objekt aufbauen wollen.”

In mehreren von der Universität im britischen Southampton organisierten Feldstudien werden die künstlichen Korallenriffe derzeit getestet, (unter anderem in Bahrain und Oman).

Imitate aus dem 3D-Drucker könnten künftig dabei helfen, die nötigen Strukturen für neues Korallenwachstum schaffen, bestätigt David Rejeski vom Wilson Center.

“3D-Druck wird den komplexen Eigenschaften der Vorlage gerecht. Man kann komplexe Strukturen nachdrucken. Für Menschen, die die Natur nachbilden wollen, ist das ein sensationelles Werkzeug, das es in der Form bisher noch nicht gab.”

Retten lassen sich die Korallenriffe allerdings nur, wenn auch die Ursachen für das Korallensterben in Angriff genommen werden. Allen voran die Erwärmung der Weltmeere.