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Partei von Ministerpräsident Orbán gewinnt Parlamentswahl in Ungarn

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Partei von Ministerpräsident Orbán gewinnt Parlamentswahl in Ungarn

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Viktor Orbán lässt sich feiern. Die regierende Fidesz-Partei hat die Parlamentswahl in Ungarn klar gewonnen, Ministerpräsident Orbán bleibt also vier weitere Jahre an der Macht.

Nach der Auszählung von fast 99 Prozent der Stimmen kommt die Mitte-Rechts-Partei auf 44,5 Prozent und würde damit knapp eine Zweidrittelmehrheit im Parlament verpassen.

“Die Ungarn haben damit auch einen Austritt aus der EU klar abgelehnt. Sie haben deutlich gemacht, dass Ungarn einen Platz in der Europäischen Union hat – aber nur dann, wenn es eine starke Regierung hat”, sagte Orbán.

Das Bündnis aus fünf Parteien des linken Spektrums liegt bei 25,9 Prozent der Stimmen. Die Opposition gestand die Niederlage ein, teilte aber noch am Wahlabend erneut gegen Fidesz aus. Spitzenkandidat Attila Mesterházy von der sozialistischen Partei MSZP sagte: “Dieses Land ist nicht frei, weil die regierende Mehrheit mit ihrer Zweidrittelmehrheit andauernd Missbrauch treibt und Ungarn vom Weg der Demokratie abgebracht hat.”

20,5 Prozent der acht Millionen Wahlberechtigten stimmten für die rechtsgerichtete Jobbik-Partei, die damit wie 2010 drittstärkste Kraft ist. “Wir geben nicht auf, wir machen weiter. Morgen wischen wir den Staub weg. Wir werden diskutieren und entscheiden, was wir zukünftig tun. 2018 werden wir die Wahl gewinnen”, so der Jobbik-Vorsitzende Gábor Vona.

Erstmals waren auch 200.000 ungarischstämmige Menschen aus den Nachbarländern stimmberechtigt. Regierungschef Orbán hatte ihnen vor drei Jahren das Erlangen der ungarischen Staatsbürgerschaft ermöglicht.