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Russlandfreundliche Proteste im Osten der Ukraine

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Russlandfreundliche Proteste im Osten der Ukraine

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Im Osten der Ukraine sind mehrere öffentliche Gebäude gestürmt worden, aus Protest gegen die Zentralregierung in Kiew.

Im ukrainischen Osten leben ebenfalls viele russischstämmige Menschen. Anders
als auf der Halbinsel Krim sind sie in Provinzen wie Donezk oder Charkow aber nicht in der Mehrheit.

Trotzdem riefen die Besetzer in Donezk zum Beispiel eine eigene Republik aus. Sie verlangen, dass innerhalb gut eines Monats eine Volksbefragung über einen Anschluss der Provinz an Russland abgehalten wird.

Der amtierende Staatspräsident nennt das “die zweite Welle des russischen Sondereinsatzes” gegen das Land. Feinde der Ukraine würden wiederholen wollen,
was sich auf der Krim abgespielt habe – aber das werde man verhindern.

Man habe einen Krisenstab eingerichtet, sagt Alexander Turtschinow, und man werde gegen diejenigen vorgehen, die zu Waffen gegriffen hätten.

In Charkow ist das besetzte Gebäude laut Polizei geräumt. In Donezk geht die Besetzung des Provinzparlaments aber weiter. In Lugansk haben sich die Besetzer im Geheimdienstgebäude aus einer Waffenkammer bedient.

Die ukrainische Führung macht Russland für die Ereignisse verantwortlich und warnt davor, dass in den östlichen Provinzen nun russische Soldaten eingreifen könnten. Russland bestreitet das eine wie das andere.