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Schäuble: "Deutschland braucht ein starkes Frankreich"

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Schäuble: "Deutschland braucht ein starkes Frankreich"

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Frankreichs neuer Finanzminister zu Besuch in Berlin. Bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble warb Michel Sapin für den Weg, den Paris gehen will, um die Staatsfinanzen zu sanieren. Einen Zeitplan für den Abbau der Schulden nannte Sapin nicht, zur Erfüllung der Pflichten brauche es vor allem Wachstum.

Sapin: “Wir brauchen mehr Wachstum. Das ist entscheidend dafür, dass wir uns in den kommenden Jahren 2015,2016 und 2017 an die Maßnahmen, die wir vorhaben, halten können.”

Schäuble vermied jede öffentliche Kritik an dem für Berlin so wichtigen Partner.

Er meinte: “Frankreich kennt seine Verantwortung, das hat sich jetzt bestätigt, wenn man Michel Sapin zuhört. Wir geben uns gegenseitig keine Zensuren, sondern wir wissen, dass wir aufeinander angewiesen sind. Deutschland braucht ein starkes Frankreich.”

Beide Finanzminister sprachen sich außerdem für eine Finanztransaktionssteuer aus. Noch vor der Europawahl am 25. Mai wollen sie ein erstes Maßnahmenpaket auf den Weg bringen. Insgesamt elf EU-Staaten planen eine gemeinsame Abgabe auf Finanzgeschäfte, um Spekulationen einzudämmen.