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Quebec: Abspaltungsgegner gewinnen Parlamentswahlen

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Quebec: Abspaltungsgegner gewinnen Parlamentswahlen

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In Quebec haben die Abspaltungsgegner um Philippe Couillard die Parlamentswahlen gewonnen. Der Parteichef der liberalen PLQ wird damit Premierminister in der kanadischen Provinz. Seine Partei holte nach aktuellsten Auszählungen 44 Prozent der Stimmen und kann damit voraussichtlich 70 von 125 Abgeordneten stellen.

Die PLQ lehnt jegliche Autonomiebestrebungen der französischsprachigen Provinz ab. Mit Couillard als Regierungschef scheint die Forderung nach einem Unabhängigkeitsreferendum vom Tisch.

Die bisherige Premierministerin Pauline Marois wollte Quebec von Kanada loslösen. Ihre Parti Quebecois regierte bisher mit einer Minderheitsregierung und hatte die Neuwahlen in der Hoffnung auf eine Mehrheit ausgerufen. Sie erhielt 27 Prozent der Stimmen und fuhr das schlechteste Wahlergebnis seit Jahrzehnten ein. Marois kündigte an, als Parteivorsitzende zurückzutreten.

1980 und 1995 hatte es in Quebec bereits eine Abstimmung über die Abspaltung von Kanada gegeben. Beide scheiterten jedoch.