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Ukraine: Regierung schickt Spezialkräfte in den unruhigen Osten

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Ukraine: Regierung schickt Spezialkräfte in den unruhigen Osten

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In der ostukrainischen Stadt Charkow haben Spezialkräfte der Regierung ein von prorussischen Demonstranten besetztes Verwaltungsgebäude geräumt. 70 Menschen wurden festgenommen. In der Nacht hatte es Zusammenstöße zwischen Anhängern und Gegnern der Kiewer Regierung gegeben. Die prowestliche
Zentralregierung schickte Spezialeinheiten in weitere Städte der Region. Interimspräsident Alexander Turtschinow leite den Einsatz, bestätigte die Vizevorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates, Viktoria Sjumar.

Die prorussischen Aktivisten riefen sowohl in Charkow als auch in Donezk unabhängige Volksrepubliken aus. Sie wollen Referanda wie auf der Krim durchführen und kündigten spätestens für den 11. Mai ein Referendum über einen Anschluss an Russland an. Zudem forderten die Protestierer Kremlchef Wladimir Putin auf, “Friedenssoldaten” zu entsenden.

Auch in Donezk kam es zu Ausschreitungen. Die prorussischen Aktivisten hielten auch hier Verwaltungsgebäude besetzt. Sicherheitskräften soll es zumindest gelungen sein, das Geheimdienstgebäude zurückzuerobern. Die Stimmung in der ostukrainischen Industriestadt blieb angespannt. Aus Lugansk und Nikolajew wurden ebenfalls Auseinandersetzungen gemeldet.

US-Außenminister John Kerry hat Angaben seiner Behörde zufolge in einem Telefonat mit seinem Amtskollegen Sergei Lawrow ein weiteres Zusammentreffen vereinbart. Dieses solle spätestens in zehn Tagen stattfinden und auch Vertreter der Ukraine sowie der Europäischen Union miteinbeziehen.