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Weltwirtschaft nimmt Fahrt auf

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Weltwirtschaft nimmt Fahrt auf

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Die Weltwirtschaft erholt sich weiter und gewinnt an Fahrt. Das teilte der Internationale Währungsfonds in Washington mit. Die Gefahr einer erneuten Weltwirtschaftskrise lässt demnach weiter nach. In einigen Schwellenländern verliert das Wachstum jedoch an Fahrt. Konkret werde die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr weltweit um 3,6 Prozent wachsen.

IWF-Chefökonom Olivier Blanchard unterstrich: “Die Erholung, die seit vergangenem Oktober eingetreten ist, wird nicht nur stärker, sondern gewinnt auch an Breite. Die verschiedenen Einschnitte, die das Wachstum beschränkt haben, werden gelockert. Die Erholung verstärkt sich.”

Lange war Europa das Sorgenkind der Weltwirtschaft. Nun sind die Aussichten besser: In der EU soll die Wirtschaftsleistung von 1,2 auf 1,5 Prozent 2015 wachsen. In den USA von 2,8 auf 3 Prozent. Sorge bereitet dem IWF das Schwächeln großer Länder wie China. Auch in Japan soll die Wirtschaftsleistung leicht zurückgehen.

Die Weltwirtschaft sei immer noch anfällig, so der IWF.
Die Washingtoner Finanzorganisation forderte insbesondere die Eurozone dazu auf, die bedrohliche Niedrig-Inflation in den Griff zu bekommen. Anhaltend geringe Teuerungsraten schadeten der Konjunktur. Um dem gegenzusteuern, müsse die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik auch mit “ungewöhnlichen Maßnahmen” weiter lockern.

Auch die hartnäckig hohe Arbeitslosigkeit würde das Problem verstärken. Nötige Reformen dürften jetzt nicht aufgeschoben werden, nur weil es positive Anzeichen gebe, heißt es in dem Papier weiter.