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Ebola - der bisher schlimmste Ausbruch

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Ebola - der bisher schlimmste Ausbruch

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Die aktuelle Ebola-Epidemie ist am 9. Februar im westafrikanischen Guinea ausgebrochen. Zwei Monate später hat sie bisher unbekannte Ausmaße erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation ist alarmiert. Auf einer Pressekonferenz bezeichnete der zuständige Vizegeneraldirektor der WHO für Gesundheitssicherheit, der Japaner Keiji Fukuda,
diesen Ebolaausbruch als den schlimmsten bisher registrierten. Und zwar in erster Linie wegen der großflächigen Verbreitung und zweitens, weil die Krankheit erstmals in einer Großstadt auftritt, in Conakry, der Hauptstadt von Guinea. Bisher sind im zuerst betroffenen Land Guinea 157 Fälle registriert worden, von denen 101 bereits tödlich endeten.
Betroffen sind auch in Liberia mit 21 Fälle davon bisher 10 tödlich und Mali mit bisher 9 Verdachtsfällen.

Ebola trat erstmals 1976 auf und zwar im Kongo an jenem Fluß, nach dem der Virus seinen Namen bekam. Michel van Herp von den “Ärzten ohne Grenzen” erklärt, diesmal handele es sich wohl um ein Ebola-Virus vom Stamm “Zaire”, einem der aggressivsten,der neun von zehn Infizierten töte. Und es gibt keine Medikamente dagegen.

Ebola beginnt scheinbar harmlos mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In Inkubationszeit schwankt zwischen 2 und 21 Tagen. Dann geht es aber sehr schnell. Zuerst zeigen sich Rötungen auf der Haut. Dann arbeiten Nieren und Leber nicht mehr. Das sogenannte “hämorrhagische Fieber” führt zum inneren Verbluten. Die Medizin hat noch kein Mittel gefunden, um diesen Verlauf zu stoppen. Die Todesrate liegt bei 50 bis 90 Prozent.

Der bisher schlimmste Ausbruch wurde im Jahr 2000 im Sudan registriert. 224 der 425 Erkrankten verstarben. Der Tod kommt zumeist so schnell, dass der Virus auf kein neues Opfer überspringen kann. Damit ist dann der aktuelle Ausbruch beendet.
Bis zum nächsten Mal.

Wegen der bisher vergleichsweise geringen Zahl der Betroffenen sehen Pharmaunternehmen keinen lukrativen Markt, für den sich teuere Forschung lohnen würde. Hinzu kämen überaus hohe Risiken beim Test am Menschen in der klinischen Phase.

Ebola kam wie dazumal Aids aus dem tropischen Regenwald. Der Virus erreichte die ersten Menschen über das Fleisch von infizierten Tieren, das in dieser Region als sogenanntes “Buschfleisch” auf Märkten verkauft wird.
Diesmal sollen Fledermäuse und Flughunde die infizierten Tiere gewesen sein.