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Erster Weltkrieg: Von der Straße in den Schützengraben

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Erster Weltkrieg: Von der Straße in den Schützengraben

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Den Horror des Ersten Weltkriegs greifbar machen, darum bemüht sich eine Ausstellung im Imperial War Museum North im britischen Manchester zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914.
Die vielen, zum Teil aus privaten Sammlungen stammende Exponate illustrieren die Auswirkungen auf das zivile Leben. Viele Besucher finden in der Ausstellung Bezug zur eigenen Familiengeschichte. Wie Carl Richardson, dessen Großonkel Soldat war.

“Matthew Richardson war ein begeisterter Sportler, der im örtlichen Verein Stretford AFC Fußball spielte. Er war ein ganz normaler Typ, wie all die anderen, die 1914 vom Horror überrannt wurden. Es ist wichtig, zu zeigen, was die Menschen dieser Generation durchmachen mussten und dass der Krieg eine furchtbare Sache ist.”

Über 70 Millionen Menschen aus 40 Ländern waren am von 1914 bis 1918 Kriegsgeschehen beteiligt – über neun Millionen Menschen starben. Es war der erste Krieg, der mit modernen Waffen ausgetragen wurde, Flugzeugen, Panzern und Gas.

Die 14-jährige Erin Farrell nimmt im Rahmen eines Schulprojekts an der Ausstellung Teil. Und fand heraus, das ihr Ururgroßonkel einen Tag vor Kriegsende fiel.

Erin Farrell: “Es war schon sehr beeindruckend, neben der ganz großen Geschichte auch etwas über die eigene Familiengeschichte zu erfahren.”

Der Soldat Victor Brookes kämpfte während der illustren Schlacht an der Somme, bei der zwischen Juli und November 1916 über eine Million Soldaten verletzt oder getötet wurden. Brookes rettete mehrere Kameraden bei einem Gasangriff und kam selbst ums Leben, berichtet sein Sohn.

Allan Brookes: “Während sie die Gräben aushoben, explodierte eine Bombe. Zwei Männer waren beim Versuch, die anderen zu retten gestorben. Mein Vater ging ebenfalls in den Krater, rettete die anderen, bevor er selber umkam. Er wurde von einem Offizier herausgeholt, den ebenfalls das Gas tötete.”

“From Street to Trench”, Von der Straße in den Schützengraben, heißt die Ausstellung, sie ist bis Mai 2015 im Imperial War Museum North in Manchester zu sehen.