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Griechenland: Tausende streiken aus Protest gegen Sparpolitik

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Griechenland: Tausende streiken aus Protest gegen Sparpolitik

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Die griechische Regierung sieht sich auf Erfolgskurs – sie will mit Staatsanleihen zurück an die Kapitalmärkte kehren. Für viele Tausende Griechen ist die von der EU geforderte Sparpolitik jedoch eine Katastrophe: Aus Protest gegen Massenentlassungen und Kürzungen haben sie das öffentliche Leben am Mittwoch mit einem Streik weitestgehend lahmgelegt. In Athen blieben Züge und Busse stehen. Landesweit wurden Behörden bestreikt. In staatlichen Krankenhäusern behandelten die Ärzte nur Notfälle. In der Hauptstadt gingen Schätzungen zufolge 12.000 Menschen auf die Straße. Auch in anderen Städten gab es Demonstrationen.

Die beiden größten Gewerkschaftsverbände des staatlichen und privaten Sektors hatten zu den Streiks aufgerufen. “Während sich die Regierung rühmt, weil das Land wieder an die Kapitalmärkte geht, spüren die Arbeitnehmer in ihrem Elend, wie die Situation wirklich ist”, so der Gewerkschafter Odysseus Drivallas. Im Zuge der Sparmaßnahmen sollen unter anderem 11.000 weitere Staatsbedienstete ihre Arbeit verlieren. Knapp 4000 wurden bereits aus dem Staatsdienst entlassen.

“Meine Generation ist entweder arbeitslos oder arbeitet für 200 Euro im Monat”, sagte eine junge Demonstrantin. “Solange diese Regierung nicht geht, wird sich nichts verändern.”

Die Proteste fanden zwei Tage vor dem für Freitag erwarteten Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Athen statt. Es wird erwartet, dass sie die griechische Regierung in ihrem Reformkurs bestärkt. Athen rechnet für dieses Jahr erstmals seit 2008 wieder mit einem geringen Wachstum von 0,6 Prozent.

Dazu euronews-Korrespondent Stamatis Giannisis: “Mit der wirtschaftlichen Erholung der vergangenen 12 Monate im Rücken unternimmt die Regierung mit der Ausgabe von längerfristigen Staatsanleihen eine Rückkehr an die Kapitalmärkte. Den Arbeitnehmern des Landes bedeutet das anscheinend nicht viel. Sie sind mit drastischen Gehaltskürzungen und einer Arbeitslosenquote von mehr als 27 Prozent konfrontiert.”

Züge und Fähren fuhren nicht, der öffentliche Nahverkehr wurde massiv gestört, staatliche Krankenhäuser und andere öffentliche Dienste konnten nur eingeschränkt arbeiten. T

Aus Piräus lief am Mittwochmorgen keine Fähre zu den Ägäisinseln aus, wie die Seeleute-Gewerkschaft PNO mitteilte. Auch Züge sowie viele Busse in Athen fuhren nicht. Behörden wurden ebenfalls für 24 Stunden bestreikt. Zudem blieben viele staatliche Schulen geschlossen. Ärzte behandelten in staatlichen Krankenhäusern nur Notfälle. Auch viele Apotheken in Athen wurden bestreikt. Wegen eines Journalistenstreiks gab es am Mittwoch keine Zeitungen.

Die griechische Regierung setzt weiterhin auf den Sparkurs. Sie fühlt sich

fühlt sich

Auf den Straßen kämpfen die Griechen weiter gegen die von der EU verordnete Sparpolitik ihrer Regierung – die meldet dagegen gute Nachrichten: Griechenland kehrt an die Finanzmärkte zurück. Das Finanzministerium kündigte die Ausgabe von Staatsanleihen an.

Ein Schritt, der die Demonstranten kaum beruhigen dürfte. Etwa 12.000 Menschen protestierten in Athen dagegen, dass 11.000 weitere Staats

11.000 weitere Staatsbedienste sollen in Griechenland ihren Job verlieren – das wollen Tausende Griechen nicht mitmachen. Mit einem Generalstreik legten etwa 12.000 Protestierende

Vier Jahre nach dem ersten Hilferuf an die
Europartner kehrt Griechenland mit längerfristigen Staatsanleihen an
den Kapitalmarkt zurück. Das Athener Finanzministerium teilte am
Mittwoch mit, dass internationale Banken beauftragt worden seien, die
Ausgabe einer Staatsanleihe mit fünfjähriger Laufzeit vorzubereiten,
nannte aber zunächst keine Summe. Die Emission stehe unmittelbar
bevor.

Die Proteste gegen die Sparpolitik in Griechenland gehen weiter – doch das Finanzministerium in Athen hat sich mit einer guten Nachricht gemeldet: Der Krisenstaat kehrt nach vier Jahren an die Finanzmärkte zurück.