Eilmeldung

Eilmeldung

Königliches Bankett als Ausdruck der Versöhnung

Sie lesen gerade:

Königliches Bankett als Ausdruck der Versöhnung

Schriftgrösse Aa Aa

Mit einem Bankett auf Schloss Windsor ist der erste Tag des Staatsbesuches des irischen Präsidenten Michael Higgins in Großbritanninen zu Ende gegangen. Dass Higgins von der Queen empfangen wurde, ist ein historisches Ereignis, denn es ist der erste Staatsbesuch eines irischen Präsidenten auf der Nachbarinsel überhaupt.

“Wir, die Iren und die Briten, sind im Begriff, gute und verlässliche Nachbarn zu werden und uns besser kennenzulernen. Keine andere Arbeitsbeziehung unserer Regierung ist so eng wie jene zu Irland”, sagte die Königin.

In einer Rede vor dem britischen Parlament betonte auch Higgins die Abkehr von der feindseligen Vergangenheit.

“Der Schmerz und die Opfer, die den Beginn der irischen Unabhängigkeit bestimmt haben, werfen einen großen Schatten auf unsere Beziehung”, so Higgins. “Wir sind uns der Vergangenheit bewusst, aber mehr noch begrüßen wir aus vollem Herzen die beträchtlichen Errungenschaften der heutigen Realität: den gegenseitigen Respekt, die Freundschaft und die Zusammenarbeit, die zwischen unseren beiden Ländern und Völkern bestehen”, sagte der irische Präsident weiter.

Die britische Königin selbst weilte im Frühjahr 2011 zu einem Staatsbesuch in Irland – auch das vor drei Jahren ein Novum. Beim derzeitigen Aufeinandertreffen steht die weitere Aufarbeitung der Geschichte im Vordergrund.