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Venezuela: Erste Gespräche über die Krise

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Venezuela: Erste Gespräche über die Krise

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Vor den eigentlichen Verhandlungen kommen die Vorgespräche. Um sich auf Abläufe und Formalien für die Krisensitzungen zu einigen, kam Venezuelas Präsident Nicolas Maduro mit Vertretern der gemäßigten Opposition sowie der Union südamerikanischer Nationen, kurz UNASUR, zusammen.

Maduros Stellvertreter, Vizepräsident Jorge Arreaza, sagte, für die UNASUR werden die Außenminister Brasiliens, Ecuadors und Boliviens am Tisch sitzen. Zudem soll ein Gesandter des Vatikans als Zeuge an den Gesprächen teilnehmen.

Die Opposition hatte sich wochenlang gegen Maduros Vorschlag von persönlichen Verhandlungen gestreubt. Nun sieht sie ihre Bedingungen erfüllt.

“Wir wollen, dass diese ersten Gespräche vor den Augen aller Venezolaner und der ganzen Welt stattfinden, damit allen die unterschiedlichen Positionen und Motive deutlich werden”, sagt Ramon Guillermo Aveledo von der Partei MUD.

Seit dem Beginn der Protestwelle im Februar wurden bei Auseinandersetzungen amtlichen Angaben zufolge 39 Menschen getötet. Die Regierungsgegner fordern unter anderem wirtschaftliche und sicherheitspolitische Verbesserungen. Maduro vermutet hinter der Protestwelle eine indirekte Einflussnahme der USA.