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Verzweifelte Lage für viele in Zentralafrika

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Verzweifelte Lage für viele in Zentralafrika

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Die Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen spalten Zentralafrika. In dem Land töten christliche Milizen Moslems; sie waren ihrerseits entstanden als Reaktion auf das Wüten moslemischer Milizen.

Hier in der Hauptstadt Bangui trennt ein breiter Sicherheitsstreifen Wohngebiete beider Glaubensrichtungen.

“Wir brauchen Sicherheit”, sagt ein Händler; “ob Moslems oder Christen, wir leben alle zusammen. Dann könnten wir auch wieder die Läden aufmachen.”

“Ich bin Christ”, meint ein anderer, “aber ich lebe hier unter Moslems, also kehrt doch der Frieden langsam wieder zurück.”

Die UNO will Moslems aus Wohngebieten holen, in denen sie unter Lebensgefahr
wie in einer Falle sitzen – fast zwanzigtausend Menschen in Bangui und anderen Orten.

Auch Frankreich schließt das als letzte Möglichkeit nicht mehr aus. Bisher hatte die frühere Kolonialmacht mit zweitausend Soldaten vor Ort betont, man müsse dafür sorgen, dass alle weiterhin in ihren gewohnten Gegenden leben könnten.