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Aktivisten in Donezk nicht bereit Ultimatum nachzugeben

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Aktivisten in Donezk nicht bereit Ultimatum nachzugeben

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Die prorussischen Aktivisten im Osten der Ukraine zeigen keine Bereitschaft, das Ultimatum der Regierung in Kiew zu erfüllen. Diese hatte verlangt, die besetzten Verwaltungsgebäude zu verlassen, anderenfalls werde man “innerhalb von 48 Stunden eine Lösung für die Krise finden”. Ihrerseits erklärten die Aktivisten in Donzek, sie wollten ihre am 7. April ausgerufene “Donezker Volksrepublik” auch auf alle anderen Städte des Gebiets Donezk ausweiten. Die Aktivisten, die in Luhansk die örtliche Zentrale der Staatssicherheit SBU besetzt halten, kündigten an, dem Beispiel der benachbarten Gebiete Charkiw und Donezk zu folgen und eine “Volksrepublik” auszurufen.

In einem Telefongespräch mit seinem US-Kollegen John Kerry forderte der russische Außenminister Sergei Lawrow, dass sich die Krisengespräche über die Ukraine in der kommenden Woche darauf konzentrieren, den Dialog unter den Ukrainern wieder in Gang zu bringen. Von den Gesprächen zwischen Vertretern der Ukraine, der EU, Russlands und der USA erwarten die Vereinigten Staaten nicht viel:

“Ich muss sagen, dass wir keine großen Erwartungen hinsichtlich dieser Gespräche haben, aber wir glauben, dass es sehr wichtig ist, die diplomatische Tür offen zu lassen”, meinte Nuland.

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin forderte die EU auf, der Ukraine finanziell zu helfen. Die EU habe zwar die Führung in Kiew anerkannt, ihr aber noch keine konkrete Unterstützung zukommen lassen, beklagte Putin. Bislang hat die EU der Ukraine als Gegenleistung für Reformen Finanzhilfen im Volumen von 11 Milliarden Euro versprochen.