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Mahnungen an Athen nach erfolgreicher Anleihe-Auktion

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Mahnungen an Athen nach erfolgreicher Anleihe-Auktion

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Griechenland feiert die Rückkehr an den Kapitalmarkt. Mehr als drei Milliarden Euro hat das Land mit fünfjährigen Staatsanleihen aufgenommen. Mit den Emotionen stieg auch der Euro, er war zuweilen über einen halben Cent mehr wert als am Vortag. Die Regierung in Athen freut sich, auch wenn man, so Regierungschef Samaras, noch einen weiten Weg vor sich habe.

Finanzminister Iannis Stournaras sagte: “Als nächstes wollen wir alle verfügbaren Instrumente nutzen, um Wachstum zu fördern, neue Jobs zu schaffen und den Menschen dieses Landes, die so unter der Krise und den Reformen gelitten haben, wieder Hoffnung und Zukunftsperspektiven zu geben”

Brüssel mahnte indes weitere Reformen an. Der Gang an den Markt sei ein gutes Zeichen, allerdings müsse Athen die vorgegebenen Budgetziele erreichen, hieß es aus der Kommission. Dämpfende Worte auch von Analystin Sarah Hewin von Standard Chartered: “Griechenland wird weiterhin von der Troika unterstützt, es hat gerade erst eine neue Hilfstranche bekommen. Den größten Teil der Schulden halten offiziellen Investoren und es ist äußerst fraglich, ob diese Schulden nicht irgendwann umstrukturiert werden müssen.”

Dass die Anleihen so gut weggingen, erstaunt indes manche Beobachter, angesichts der anhaltenden Krise in Griechenland. Womöglich spielt die Spekulation auf einen weiteren Bailout eine Rolle.

euronews-Reporterin Symela Touchtidou: “Griechenland hat seinen ersten Markttest erfolgreich bestanden. Die Frage ist nun, wie dieser Erfolg in der Realwirtschaft umgesetzt werden kann, damit das Land die Schuldenkrise hinter sich lässt. Die Finanzielle Konsolidierung hat den Weg auf den Kapitalmarkt freigemacht, doch nun wird das Wachstum gebraucht, um auch die soziale Krise zu beenden.”