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Nicolas Cage als Ex-Häftling und Ersatzvater in "Joe"

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Nicolas Cage als Ex-Häftling und Ersatzvater in "Joe"

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In dem Südstaatendrama “Joe” spielt Nicolas Cage einen Ex-Häftling, der er einen obdachlosen Jungen unter seine Obhut nimmt und zu einer ungewöhnlichen Vaterfigur für den 15-Jährigen wird. Eine wahre Glanzrolle für den Filmstar, noch dazu in einem Independentstreifen.

Nicolas Cage: “Ich hatte mir ein Jahr freigenommen und suchte nach einem neuen Filmprojekt, um die Gefühle und Weisheiten, die ich in meinem Leben angesammelt einzubringen, da stieß ich auf das Drehbuch zu “Joe”. Und sagte mir: Das ist genau das, worauf ich gewartet habe, ich brauche nicht einmal zu spielen, ich fühle genau, worum es geht. Ich hatte die emotionale Bandbreite, um den Text glaubwürdig umzusetzen.”

Tye Sheridan spielt den vernachlässigten Jungen, der von seinem alkoholsüchtigen Vater verprügelt wird. Dargestellt wird der von Gary Poulter, einem Amateurschauspieler, den Regisseur David Gordon quasi von der Straße holte. Poulter starb nur zwei Monate nach Drehende im vergangenen Februar, vermutlich an den Folgen seiner Alkoholsucht.

Nicolas Cage: “Das ist eine ganz traurige Sache. Gary hatte unglaubliches Talent. Er erschien pünktlich zum Dreh und kannte seinen Text, war aber kein professioneller Schauspieler. Er hatte ein Alkoholproblem, auch wenn er während des Drehs keinen Tropfen Alkohol anrührte. Ich sagte ihm: ‘Gary, wenn Du nur ein Jahr durchhalten könntest, würde Dein Telefon nicht mehr stillstehen. Dein Leben wäre schlagartig anders.’ Und er meinte: ‘Wirklich?’ Und ich sagte: ‘Na klar.’ Und dann erfuhr ich, dass er gestorben war, und fühlte mich sehr betroffen. Sein Leben hätte so anders verlaufen können.”

“Joe” kommt nun in die amerikanischen Kinos. Ein Termin für einen deutschsprachigen Kinostart ist bisher nicht bekannt.