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Ukraine: Prorussische Aktivisten ignorieren Amnestieangebot aus Kiew

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Ukraine: Prorussische Aktivisten ignorieren Amnestieangebot aus Kiew

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Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine wollen eine von Kiew angebotene Amnestieregelung ignorieren. Übergangspräsident Alexander Turtschinow stellte ihnen am Donnerstag Straffreiheit in Aussicht, sollten sie die besetzten Gebäude räumen und die Waffen niederlegen. Die Aktivisten in Luhansk wollen auf eine Räumung des besetzten Geheimdienstgebäudes mit Gewalt reagieren, hieß es.

“Das Angebot der Regierung ist für uns unakzeptabel”, so der Demonstrant Serhiy Korsunsky. “Sie versprechen Gnade, dafür, dass wir ihnen unsere Waffen geben – das finden wir unangemessen.”

Auch in Donezk wollen die Aktivisten die Stellung halten – ungeachtet des Ultimatums, das ihnen Innenminister Arsen Awakow am Mittwoch stellte. Er drohte mit einer gewaltsamen Räumung. Die Demonstranten verstärkten die Barrikaden vor dem Gebäude der regionalen Regierung. Von ihrer Forderung nach mehr Autonomie rücken sie nicht ab:

“Ich bin guter Dinge”, sagte der Aktivist Oleksandr. “Das hier ist der russische Frühling und er geht weiter. Wir sind jetzt schon vier Nächte hier, alle sind in guter Stimmung.”

Die Aktivisten bitten inzwischen offen den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Hilfe. Kiew beschuldigt Russland, die Unruhen zu provozieren. Das Ultimatum des Innenministeriums läuft am frühen Freitagmorgen ab.