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Jazenjuk bietet Ostukraine Gespräche über Reformen an

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Jazenjuk bietet Ostukraine Gespräche über Reformen an

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In der Ostukraine bleiben pro-russische Aktivisten weiterhin auf Konfrontationskurs mit der Zentralregierung in Kiew. Ein Ultimatum zur Niederlegung der Waffen bis Freitagvormittag 10 Uhr ließen die Regierungsgegner verstreichen.

In Luhansk halten mit Maschinengewehren bewaffnete Aktivisten seit sechs Tagen das Verwaltungsgebäude der Sicherheitskräfte besetzt. Ihre Waffen wollen sie erst dann niederlegen, wenn Kiew einem Referendum über die Zukunft des mehrheitlich russischsprachigen Ostens zustimmt. Auch in Donezk kontrollieren die Regierungsgegner ein Verwaltungsgebäude.

Übergangspräsident Arseni Jazenjuk reiste nun zu Gesprächen mit Vertretern der betroffenen Regionen nach Donezk und signalisierte dort – auf russisch – Bereitschaft für tiefgreifende Reformen: “Die Zentralregierung ist nicht nur bereit zum Dialog, sondern auch dazu, rechtmäßige Wünsche aller Bürger unsere Landes zu Erfüllen”, so Jazenjuk.

Kiew weist Forderungen nach einem Referendum zurück und wirft Russland vor, mit einer Aufwiegelungstaktik weitere Teilstücke aus der Ukraine herauslösen zu wollen.

Erst gestern hatte es in Odessa bei gewaltsamen Zusammenstößen mehrere Verletzte gegeben. Im Umlauf befindliche Waffen verschärften auch dort die Situation. Anlass der Zusammenstöße zwischen Anhängern und Gegnern der Übergangsregierung war der Besuch des prorussischen Präsidentschaftskandidaten Oleg Tsarev.