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Mit oder ohne Mehrwertsteuer: Kunst verkauft sich gut auf der Art Cologne

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Mit oder ohne Mehrwertsteuer: Kunst verkauft sich gut auf der Art Cologne

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Händler, Käufer und Liebhaber treffen sich wie alle Jahre wieder auf der Art Cologne, der Mutter aller Kunstmessen mit 200 Galerien aus 25 Ländern. Gleich am Eingang glänzt der chinesische Kunststar Ai Weiwei mit einem unverkäuflichen, eigens für die Messe konzipierten Werk. Doch irgendetwas etwas ist faul im Reich der schönen Künste, seit in Deutschland der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Kunst abgeschafft wurde. Das hebt die Preise – und drückt auf die Stimmung.

Kristian Jarmuschek, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Galerien und Kunsthändler: “Na die Anhebung ist eine mittlere Katastrophe, weil es ist ja nicht nachvollziehbar, warum Bücher, Konzertkarten, Kinokarten weiterhin auf der Liste der EU stehen und man den verminderten also den fördernden Mehrwehrtsteuersatz in dem Falle bei uns in Deutschland von 7 % anwenden darf. Warum das für die bildende Kunst nicht mehr gelten soll, die Galerien nur als Händler zu betrachten, ist eben auch eine Verkennung der Lage. Das hat ja auch die Staatsministerin Monika Grütters gesagt, dass die Gallerien einen gesellschaftlich relevanten Beitrag leisten in der Förderung der Künstler.”

Apropos Preise, das teuerste Werk der Art Cologne: “Die Angst der Hasen” von Franz Marc kostet 9,4 Millionen Euro (Mehrwertsteuer inklusive?).

“Alpine Man” heiß die nicht jugendfreie Skulptur des US-Künstlers Paul McCarthy.
1,5 Millionen Euro kosten Mann und Fass.

Ebenfalls nur für Sammler mit großem Portemonnaie: Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner aus den 1920ern. Man rechne mit 2,5 Millionen Euro das Bild.

Auch für Werke des kolumbianischen Malers und Bildhauer Fernando Botero muss man tief in die Tasche greifen. Ein anderes, ein echtes Schwergewicht: “Der Fall” vom deutschen Kunststar Gerhard Richter kostet 4,8 Millionen Euro.

Die Art Cologne in den Kölner Messehallen geht bis einschließlich diesen Sonntag. Über 50 Tausend Besucher werden erwartet.