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Putin droht mit weniger Gas

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Putin droht mit weniger Gas

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Im Streit um die Zukunft der Ukraine hat der russische Staatspräsident Wladimir Putin mit einer Kürzung der Gaslieferungen an die Ukraine gedroht. In einem Schreiben an 18 Staats- und Regierungschefs der EU verwies Putin auf die wachsenden Schulden der Ukraine beim Gaskonzern Gazprom. In den vergangenen vier Jahren habe man die Ukraine mit 35,4 Milliarden US-Dollar unterstützt, indem man ihr Erdgas unter Wert verkauft habe, schrieb Putin. Russland könne und müsse die “Last der Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft” nicht weiter im Alleingang tragen.

Die USA warfen Russland Erpressung vor: “Wir verurteilen das russische Vorgehen, Energielieferungen als Druckmittel gegen die Ukraine zu nutzen. Es ist wichtig zu betonen, dass sie das Erdgas weit über Marktpreis verkaufen. Selbstverständlich ergreifen wir Schritte, um mit unseren Partnern in der Region der Ukraine zu helfen”, erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki.

Zum 1. April hatte Russland den Gaspreis von 260 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter auf 484 Dollar pro 1000 Kubikmeter angehoben, weil der Nachlass für die Stationierung der Schwarzmeerflotte auf der Krim entfallen sei. Am europäischen Spotmarkt werden ungefähr 340 Dollar gezahlt.

Die NATO veröffentlichte Satelliten-Aufnahmen, die eine Massierung russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine zeigen sollen. Nach Angaben von US-Experten sind 35.000 bis 40.000 russische Soldaten im Grenzgebiet zur Ukraine konzentriert. Nach Angaben des russischen Generalstabes wurden die Aufnahmen im August 2013 gemacht.

Die NATO verstärkte ihre Flottenpräsenz im Schwarzen Meer. Am Donnerstag liefen der US-Lenkwaffenzerstörer USS Donald Cook, und das französische Nachrichtenschiff Dupuy de Lome durch den Bosporus ins Schwarze Meer ein.

Weiterführende Links

NATO: NATO releases satellite imagery of Russian forces on Ukraine’s border

USS Donald Cook (DDG 75)

Dupuy de Lôme