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Bewaffnete besetzen weitere Gebäude in der Ostukraine

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Bewaffnete besetzen weitere Gebäude in der Ostukraine

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Der ukrainische Übergangspräsident Oleksander Turtschinow hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen, nachdem bewaffnete prorussische Aktivisten in der Ostukraine weitere Gebäude besetzt haben. Die Polizei meidet Konfrontationen und damit eine mögliche Eskalation bislang.

Die prorussische Aktivisten stürmten unter anderem ein Verwaltungsgebäude in Kramatorsk und die Polizeistation in Slowiansk. Dort erbeuteten die Angreifer offenbar rund 400 Handfeuerwaffen und 20 automatischen Gewehre. Zivilisten halfen bei der Errichtung von Barrikaden.

Ein Ultimatum zur Niederlegung der Waffen hatte die Regierungsgegner am Freitag verstreichen lassen. “Unsere Leute wollen in Ruhe und friedlich leben, ohne das neue Militärregime in Kiew und ohne Einflussnahme durch Amerika oder den Westen,” erklärte ein Aktivist. “Wir wollen nicht zu deren Sklaven werden. Wir solidarisieren uns mit Russland.”

Anschuldigungen der Regierung in Kiew, bei den Aktionen ziehe Russland im Hintergrund die Fäden, wies die Bürgermeisterin von Slowiansk zurück. “Ich denke, wir sollten keine Angst haben. Diese Leute, die heute hierher gekommen sind, sind unsere Leute. Sie stammen nicht aus Russland, sondern aus Donezk, Slowiansk oder Kramatorsk. Sie haben genug von den Lügen”, so die Bürgermeisterin.