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Ostukraine: Seperatisten weiten Kontrolle aus

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Ostukraine: Seperatisten weiten Kontrolle aus

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Die Lage in der Ostukraine bleibt angespannt. Prorussische Seperatisten haben am Wochenende ihre Kontrolle ausgeweitet. In Kramatorsk stürmten Bewaffnete Polizeistationen sowie andere staatliche Gebäude und Einrichtungen.

In Donezk war zuvor der Polizeichef zurückgetreten. Er hatte damit dem Druck der prorussischen Demonstranten nachgegeben, die mehrere Verwaltungsgebäude in der Industriemetropole besetzt hielten. Die Seperatisten fordern ein Referendum über eine Abspaltung der Region, in der viele russischstämmige Bürger leben.

Auch in anderen Kleinstädten der Ostukraine haben Seperatisten versucht, die Kontrolle an sich zu reißen. Gelungen ist es ihnen neben Kramatorsk auch in Slawjansk. Dort stürmten Bewaffnete in Kampfanzügen das Polizeipräsidium und die Zentrale des Geheimdienstes. Über dem Polizeigebäude wurde die russische Fahne gehisst.

Rund 20 mit Pistolen und Gewehren bewaffnete Männer hatten Polizeiangaben zufolge rund 400 Handfeuerwaffen und automatische Gewehre in ihre Gewalt gebracht und diese an ihre Anhänger verteilt. Vor dem Präsidium versammelten sich Hunderte Einwohner der Stadt. Einige von ihnen bauten Barrikaden aus Autoreifen.