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SportAccord Convention - Die Zukunft des Sports

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SportAccord Convention - Die Zukunft des Sports

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Wo sich der Sport trifft – das war das Motto der diesjährigen SportAccord Convention. In der Türkei fand Anfang April die 12. Edition des Events statt. Es war die Konferenz einer Organisation, die auf eine fünfzig Jahre alte Tradition zurückblickt und wohl auch in Zukunft Sport maßgeblich beeinflussen wird.

Vlad Marinescu ist der Leiter der Veranstaltung: “Wir helfen und unterstützen die Vereine, indem wir sie bei diesem Event zusammenführen. Hier wird Fachwissen gesammelt, wir sind dabei, die beste Datenbank der Welt zu schaffen. Diese wollen wir dann den Mitgliedern zur Verfügung stellen, so dass sie von dem Wissen später profitieren können.”

Ein gutes Beispiel einer solchen Plattform gibt es in der Ausstellungshalle. Dort diskutieren die Sportverbände über künftige Kooperationen oder versuchen, einen neuen Sponsor zu finden, der ihr Event unterstützt.

Convention-Direktor Nils Hatt: “Bei der SportAccord Convention treffen sich auch die Entscheidungsträger. Wie sieht die Welt des Sports von Morgen aus? Genau das loten wir bei dieser Veranstaltung aus.”

Natürlich kann man sein Glück auch selbst versuchen, so wie Euronews-Journalist Denis Kulyk, der sich mit der amtierenden Dame-Weltmeisterin Daria Tkaschenko anlegte – erfolglos natürlich.

Er diskutierte auch mit dem Präsidenten der Weltantidopingagentur über den nie enden wollenden Krieg gegen eines der größten Probleme in der modernen Sportwelt: “Wir haben eine Abmachung mit der Pharmaindustrie. Oft wissen wir dadurch, was gerade neu hergestellt wird und haben die Möglichkeit, das Mittel zu testen, ohne das jemand etwas davon mitbekommt. Überall auf der Welt werden illegale Substanzen produziert. Der Kampf gegen Doping ist ein sehr harter, das ist uns allen bewusst.”

Leiter der Sport Accord Convention ist der Österreicher Marius Vizer, er ist auch Präsident des Internationalen Judoverbandes. Seine größte Herausforderung ist es, die eher unbekannten und finanziell kaum unterstützten Sportarten populärer zu machen: “Unseren Fortschritt messen wir an den Ergebnissen der Top-Athleten bei den Olympischen Spielen oder anderen großen Sport-Events. Die großen Geldgeber interessieren sich hauptsächlich für die Volkssportarten, doch auch die weniger bekannten Disziplinen müssen international finanziert werden.”

Bisher agierte SportAccord eher im Hintergrund, doch jetzt änderten die Organisatoren ihre Strategie und treten in die Öffentlichkeit. Sie haben ambitionierte Ziele: Internationale Kampf- und Gedächtnissportwettbewerbe stehen auf der Agenda.