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Krise in der Ukraine schickt Moskauer Börse auf Talfahrt

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Krise in der Ukraine schickt Moskauer Börse auf Talfahrt

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Die Entwicklung in der Ukraine wirkt sich finanzpolitisch zusehends auf Moskau aus. Russische Staatsanleihen verloren am ersten Tag der Woche erheblich an Wert und notierten so schwach wie seit einem Monat nicht.

Händler und Anleger plagt auch in Russland die Unsicherheit – die Konsequenzen waren an der Moskauer Börse deutlich zu spüren.

“Vor dem Hintergrund der geopolitischen Situation und der zunehmenden Spannungen beobachten wir, dass sowohl der in Rubel als auch der in Dollar gehandelte Index fallen. Der Rubel-Index hat mehr als ein Prozent verloren, der Dollar-Index bis zu zwei Prozent”, erläutert Nikita Bekasow, Sprecher der Moskauer Börse.

Im Vergleich zum US-Dollar gab der Rubel erneut nach, seit Jahresbeginn bereits um 7,8 Prozent. Die Bevölkerung ist besorgt:

“Das hat natürlich alles mit der derzeitigen politschen Situation in der Ukraine zu tun”, sagt eine Frau. “Welche Auswirkung das auf uns, die einfachen Leute, haben wird? Die Preise werden steigen, die Gehälter werden gleich bleiben – nichts Neues also.”

Im März zogen die Preise in Russland um ein Prozent und um 0,7 Prozent im Vormonat an. Kürzlich hatte der russische Finanzminister Anton Siluanow mitgeteilt, er gehe davon aus, dass die Inflation in diesem Jahr insgesamt nicht mehr als sechs Prozent betragen werde. Im März waren es 6,9 Prozent.