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Neue Kämpfe in der Ostukraine

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Neue Kämpfe in der Ostukraine

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Der Streit um die besetzten Regionen in der Ostukraine droht zu eskalieren. Seit dem Wochenende häufen sich Straßenschlachten zwischen prorussischen Aktivisten und ukrainischen Demonstranten wie hier in der Stadt Mariupol im Oblast Donezk.

Die Separatisten verlangen von Kiew die Föderalisierung der Ukraine, um den Regionen im Osten des Landes mehr Autonomie zuzusichern.

Der ukrainische Übergangspräsident Olexander Turtschinow gab bekannt, dass er ein Referendum über diese Frage nicht ausschließt. “Falls das Parlament dafür stimmt, dann könnte der Volksentscheid gemeinsam mit den Wahlen stattfinden. Ich bin dennoch davon überzeugt, dass sich die große Mehrheit der Ukrainer für eine unabhängige, demokratische und ungeteilte Ukraine aussprechen wird”, sagte er weiter.

Am Montagmorgen war das Ultimatum von Kiew an die prorussischen Aktivisten in der Ostukraine abgelaufen. Diese halten die Verwaltungsgebäude aber nach wie vor besetzt.

Turtschinow hatte für diesen Fall einen groß angelegten Anti-Terror-Einsatz angekündigt, um die Unruhen in der Region zu einzudämmen. Bisher sind die Spezialeinheiten aber noch nicht eingeschritten.

Moskau warnte die Ukraine nachdrücklich vor einem Militäreinsatz, der zu einem “Bürgerkrieg” führen könne.