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Prorussische Proteste im Osten der Ukraine: Polizisten wechseln die Seite

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Prorussische Proteste im Osten der Ukraine: Polizisten wechseln die Seite

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Die Botschaft ist eindeutig: Die Separatisten im Osten der Ukraine wollen Moskau statt Kiew – auch in der Stadt Horliwka werden die Warnungen der ukrainischen Regierung ignoriert. Etwa hundert prorussische Aktivisten stürmten am Montag das Polizeigebäude. Dabei soll es Verletzte gegeben haben.

Bei dem Angriff versammelten sich mehrere Dutzend Unterstützer vor dem Gebäude. Zuschauer riefen immer wieder “Referendum” und “Russland”.

Zudem wurde ein sogenannter “Bürgermeister des Volkes” aus den Reihen der Aktivisten gewählt, das berichtet die ukrainische Zeitung “Kyiv Post” auf ihrer Website. Wie das ukrainische Innenministerium bestätigte, wechselten im Zuge des Angriffs mehrere Polizisten die Seiten.

Die prorussischen Separatisten halten mehrere Gebäude in verschiedenen Städten der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk besetzt. Die Gegend gilt als eine Hochburg des entmachteten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Auch in Kramatorsk haben bewaffnete Männer seit dem Wochenende die Kontrolle über die Polizeistation. Sie sind laut “Kyiv Post” sehr gut organisiert. Was sich im Osten der Ukraine abspiele, erinnere sehr stark an die Ereignisse auf der Krim. Die ukrainische Regierung, die USA und die EU beschuldigen Russland, die Unruhen zu schüren. Moskaus Annexion der bis dato ukrainischen Halbinsel Krim bezeichnen sie als Völkerrechtsbruch. Der Kreml bestreitet die Vorwürfe.