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Suche nach der Stecknadel im Ozean

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Suche nach der Stecknadel im Ozean

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Die Hoffnungen werden geringer, die Suche wird komplizierter, fünf Wochen, nachdem Flug MH 370 mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwand. Gesucht wird inzwischen im Indischen Ozean mehr als 2.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth. Experten, die 2009 an der Suche der Air France-Maschine im Atlantik beteiligt waren, bezeichnen die aktuelle Aufgabe als “sehr, sehr viel schwieriger”. Hier müssten alle technologischen Möglichkeiten bis an ihre Limits genutzt werden.

Die Spitzentechnologie, auf der die verbleibenden Hoffnungen ruhen, heisst nach ihrer US-Herstellerfirma “Bluefin-21”. Capain Mark Matthews von der US-Navy machen Tiefe und Bodenbeschaffenheit des Suchgebietes die meisten Sorgen. Man werde das Gerät diesmal bis an sein Limit bringen müssen. Vor allem der schlammigen Meeresboden bereite Schwierigkeiten. Denn häufig finde man das Gesuchte auf einer festen Sedimentschicht, es hänge aber von Volumen und Gewicht des gesuchten Teiles ab.

Abgesucht wird ein Gebiet von 600 Quadratkilometern. Das ist dort, wo die letzten Töne der Black-Box empfangen wurden. Vermutlich aus einer Tiefe von 4.500 Metern. Das wäre tiefer als die Air France-Maschine und auch als die Titanic lagen. Deshalb dürften die Erfahrungen bei der Suche nach der Air-France -Maschine 2009 nur bedingt herangezogen werden. Damals kostete das Unternehmen 32 Millionen Euro und dauerte zwei Jahre. Nach MH 370 wird seit 5 Wochen gesucht.
Das unbemannte Spezial-U-Boot kann innerhalb von 16 Stunden ein Gebiet von achtmal fünf Kilometern absuchen. Rein rechnerisch würde der Tauchroboter für das 40 mal 50 Kilometer große Suchgebiet 50 Tage brauchen.

Nachdem keine Funksignale mehr vom Meeresboden kamen, hatte ein Schiff im gleichen Seegebiet einen Ölfilm auf dem Meer entdeckt.
Den zu analysieren wird einige Tage dauern.
Dafür rechnen die Fachleute nicht mehr damit, an der Oberfläche treibende Trümmerteile zu entdecken.