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Großbrand in Chile: "Das Bier hat uns gerettet"

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Großbrand in Chile: "Das Bier hat uns gerettet"

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Bei dem verheerenden Großbrand in der chilenischen Hafenstadt Valparaìso ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 15 gestiegen. Das teilte das Innenministerium am Montag mit. Den Behörden zufolge sind die Feuer weitestgehend unter Kontrolle. Die Aufräumarbeiten sind an vielen Orten in vollem Gang. Mehr als 4000 Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Fredy Trivino und seine Familie hat sich selbst und ihr Zuhause mit einer ungewöhnlichen Methode vor den Flammen gerettet, wie er erzählte: “Wir haben das Feuer mit Getränken gelöscht, nur mit Getränken, auch als die Feuerwehr kam. Sie konnten nichts tun, als sie das Haus erreicht hatten, denn sie hatten kein Wasser mehr. Das Bier hat uns gerettet.”

Mehr als 1100 Hektar Land sind laut Innenministerium abgebrannt. Rund 2500 Wohnungen wurden bisher vollkommen zerstört. Präsidentin Michelle Bachelet hatte in dem Gebiet den Notstand ausgerufen. Sie sprach von dem "wahrscheinlich schlimmsten Brand in der Geschichte Valparaísos". Die Regierung stelle alle verfügbaren Ressourcen bereit, um die Tragödie einzudämmen, so Bachelet weiter. “Dazu gehört als Erstes die Umsiedlung und Unterstützung der betroffenen Familien. Danach geht es an den Wiederaufbau.”

Mehr als 11.000 Menschen sind aktuellen Zählungen zufolge obdachlos – in der ganzen Stadt wurden Auffanglager eingerichtet. Das Feuer war am Samstag südlich von Valparaiso ausgebrochen und hatte sich "wegen starker Winde rasch ausgebreitet.