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Italiens Staatsunternehmen werden weiblich

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Italiens Staatsunternehmen werden weiblich

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Italiens Wirtschaft bekommt den Veränderungsdrang der neuen Regierung zu spüren. Ministerpräsident Matteo Renzi hat die neuen Spitzen von vier Staatsunternehmen nominiert und setzt dabei verstärkt auf weibliche Kompetenz.

Dem Verwaltungsrat des Erdölkonzerns Eni soll künftig die ehemalige Gewerkschaftsfunktionärin Emma Marcegaglia vorsitzen.

Patrizia Grieco ist als Chefin des Energieunternehmens Enel vorgesehen.

An der Spitze der italienischen Post steht fortan die frühere Forza-Italia-Abgeordnete Luisa Todini.

Und für Finmeccanica wurde erneut Gianni de Gennaro als Vorsitzender nominiert, der den Konzern, der unter anderem Flug-, Fahr-, und Rüstungstechnik baut, seit Sommer 2013 leitet.

Zugleich setzte die Regierung neue Geschäftsführer bei den staatlichen Unternehmen sein. Gespart wird auch: Die Gehälter der Topmanager wurden gekürzt. Höchstens 238.000 Euro brutto sollen die Konzernchefs künftig pro Jahr verdienen.

Die Börse reagierte verhalten bis kritisch auf den Personaltausch. Finmeccanica und Enel verbuchten Verluste, Eni einen Zugewinn von 0,6 Prozent.