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Pro-russische Visionen für die Ukraine

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Pro-russische Visionen für die Ukraine

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In Donezk im Osten der Ukraine sind die Menschen zwar besorgt über die zunehmenden Spannungen, leben ihr Leben aber trotzdem so normal wie möglich weiter. In der Stadt halten Separatisten Verwaltungsgebäude besetzt, sie haben Barrikaden um öffentliche Gebäude gelegt und anti-europäische und anti-amerikanische sowie pro-russische Banner aufgehängt. Dazu spielen sie Musik. Die Separatisten fordern einen föderalen Staat mit weitgehender Autonomie.

Die Einheit des Landes sollte bewahrt werden, sagt ein Demonstrant und meint damit nicht die Einheit der Ukraine. Man werde das Vaterland nie aufgeben, und das Vaterland sei für ihn das Land, in dem er geboren worden sei. Das sei die sowjetische Ukraine gewesen. Echte Patrioten, so sagt ein anderer Demonstrant, wollten die Vereinigung mit Russland. Es seien die Kapitalisten, die mit dem vielen Geld, die auf Europa und die USA hören würden. Ein Sprecher der sogenannten “souveränen Republik Donezk” sagte, man wolle nicht auf das nationale Referendum warten, sondern ein eigenes Referendum durchführen. Man fühle sich Russland sehr verbunden, aber die offiziellen Verbindungen seien zu schwach. Diese müssten gestärkt werden.

Nach einer Umfrage des Instituts für Sozialstudien und politische Analyse in Donezk wollen 66% der Menschen dort eine vereinte Ukraine, 27% möchten zur Russischen Föderation gehören.