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UN-Bericht: Separatisten im Osten der Ukraine möglicherweise Russen

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UN-Bericht: Separatisten im Osten der Ukraine möglicherweise Russen

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Die Vereinten Nationen bestätigen, dass einige der separatistischen Demonstranten im Osten der Ukraine wie von Kiew behauptet aus Russland stammen könnten. Das schreiben UN-Experten in einem am Dienstag in Genf vorgelegten Bericht zur Menschenrechtslage im Land.

Sie forderten die Regierung in Kiew jedoch gleichzeitig dazu auf, die Rechte von Minderheiten wie der russischsprachigen Bevölkerung zu achten. Übergriffe gegen ethnische Russen gebe es laut UN-Vertretern aber nur vereinzelt. Dazu der UN-Menschenrechtsexperte Gianni Magazzeni: “Der Bericht stellt klar, dass es keinen glaubwürdigen Beweis dafür gibt, dass die russischsprachige Bevölkerung in der Ukraine Anlass zur Sorge hätte.”

Dies gelte auch für die russischstämmige Bevölkerung auf der Krim. Der Bericht kritisierte auch das Referendum über die Zugehörigkeit zu Moskau. Demnach wurde unter der russischsprachigen Bevölkerung bewusst die Angst vor einer Verfolgung durch ukrainische Rechtsextreme geschürt. Dies habe sich auf das prorussische Votum ausgewirkt. Die UN hätten außerdem zahlreiche Meldungen über Wahlfälschungen erhalten.

Der Bericht beleuchtet auch die Maidan-Proteste, die zum Regierungsumsturz in Kiew geführt hatten. Demnach haben die Sicherheitskräfte starke Menschenrechtsverletzungen begangen. Die von den Berkut-Einheiten ausgeübte Gewalt habe wesentlich zur Eskalation der Proteste beigetragen, bei denen laut Bericht 121 Menschen starben.