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Das bionische Känguru und der Pingpong-Roboter

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Das bionische Känguru und der Pingpong-Roboter

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Das bionische Känguru gehörte zu den Highlights auf der jüngsten Hannover Messe. Der von der deutschen Firma Festo entwickelte Roboter kann Sprünge von bis zu 80 Zentimetern Weite und 40 Zentimeter Höhe machen dank eines pneumatisch-elektrischen Hybridantriebs. Gesteuert wird das Känguru über Gesten. Ein Armband mit Lagesensoren überträgt die Bewegungen des Users über Bluetooth.

Elias Knubben, Leiter Corporate Bionic Projects, Festo: “Wir haben eine künstliche Achillessehne eingebaut, die dem Vorbild in der Natur ähnelt. Diese Achillessehne erlaubt es, in Kombination mit pneumatischen Antrieben, Energie aus der Landung aufzunehmen und in den Folgesprung wieder einzubringen.”

Das auf Automatisierungstechnik spezialisierte Unternehmen sucht in der Natur nach Anregungen für energieeffiziente Steuerungs- und Hydrauliksysteme für die Industrie. Vor drei Jahren beeindruckte die Firma mit der flugfähigen Robotermöwe “SmartBird” auf der Hannover Messe.

Ebenfalls aus Deutschland kommt der Pingpong-Roboter Agilus, mit dem das Unternehmen Kuka kürzlich für seine neue Fabrik in China warb. Im Schaukampf trat Tischtennis-Ass Timo Boll gegen den Roboter an. Der Mensch gewann, 11 – 9, doch der Maschine gehört die Zukunft.

Timo Boll, Tischtennis-Profi: “Tischtennis ist immer noch ein komplizierter Sport, mit vielen Drehbewegungen. Die Sensoren und die Mechanik sind noch nicht so gut wie der Mensch, aber in der Zukunft könnten Roboter uns ernsthaft Konkurrenz machen.”

Geschaffen wurde Agilus auch nicht, um Pingpong spielen. Der Kleinroboter schafft eine Traglast von sechs bis zehn Kilogramm und kommt üblicherweise in der Industrieproduktion zum Einsatz.