Eilmeldung

Eilmeldung

Fährunglück vor Südkorea: Wenig Hoffnung auf weitere Überlebende

Sie lesen gerade:

Fährunglück vor Südkorea: Wenig Hoffnung auf weitere Überlebende

Schriftgrösse Aa Aa

Gut 180 Überlebende sowie sechs Tote bargen die Rettungskräfte bald nach dem Unglück, doch die Opferzahl wird wahrscheinlich in die Höhe schnellen.

Nach dem Fährunglück 20 Kilometer vor der Südwestküste Südkoreas gelten mehr als 280 Menschen als vermisst. Viele von ihnen sind vermutlich im Rumpf des Schiffes eingeschlossen, von dem nur noch ein kleiner Teil aus dem Wasser ragt.

Südkoreas Ministerpräsident Chung Hong-won besuchte die auf der Insel Jindo versammelten Angehörigen und bat die Einsatzleitung darum, alle Anstrengungen zu unternehmen, um weitere Leben zu retten.

Die Chancen darauf schwinden rapide, auch wegen der niedrigen Wassertemperatur. Die Bedingungen für die Rettungstaucher sind offenbar sehr schwierig.

Unklar bleibt, wie das Unglück geschehen und das Schiff aus japanischer Herstellung so schnell Wasser und Schlagseite nehmen konnte. Einige Passagiere hatten von einem Knall berichtet, nach Behördenangaben gibt es in der Region aber keine Felsen oder Riffe.

Etwa 330 der 460 Passagiere waren Schüler und Lehrer, auf dem Weg zu einem Ausflug auf der Insel Cheju.

Den Vermissten könnte zum Verhängnis geworden sein, dass sie nicht schnell von Bord gingen. Nach Berichten von Überlebenden seien die Passagiere per Durchsage zunächst aufgefordert worden, auf ihren Plätzen zu bleiben – möglicherweise, um Panik zu vermeiden und eine geregelte Rettung zu ermöglichen.