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Fährunglück in Südkorea: Überlebende berichten von Verzögerungen bei Flucht

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Fährunglück in Südkorea: Überlebende berichten von Verzögerungen bei Flucht

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Die Fähre “Sewol” ist am Morgen vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Der Notruf kam um 9 Uhr Ortszeit. Die Unglücksursache ist bisher nicht bekannt. Experten vermuten, dass das Schiff auf einen Felsen gelaufen sein könnte. Ein Passagier berichtete, es habe einen lauten Knall und Lärm gegeben.

Bei der Rettungsoperation sind nach Angaben der Küstenwache fast 100 Schiffe und 18 Helikopter im Einsatz. Die US-Marine schickte zur Verstärkung das mit Helikoptern ausgerüstetes Angriffsschiff "USS Bonhomme Richard", das sich wegen einer Routinepatrouille vor der südkoreanischen Westküste befand. Doch zumindest am Anfang verliefen die Rettungsmaßnahmen unkoordiniert, so ein geretteter Schüler: “Uns wurde gesagt, dass wir still sitzen bleiben sollen, dabei war die Fähre schon am sinken. Einige Schüler konnten nicht mehr fliehen.” Ein anderer Schüler sagte: “Wir haben gefragt, ob wir jetzt fliehen sollen, weil die Fähre schon angefangen hatte zu kippen. Aber es gab eine Ansage, die uns sagte, dass wir still sitzen bleiben sollen. Ich mache mir Sorgen über die Schüler, die noch in Räumen waren.”

Die Überlebenden wurden auf der in Küstennähe gelegenen Insel Jindo untergebracht. Das Schiff war auf dem Weg zu der weiter entfernt liegenden Insel Cheju. Inzwischen wurde der Fährverkehr an der südkoreanischen Westküste wegen Nebels teilweise eingestellt.