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Haiti: Demonstranten werfen Präsident Martelly Verschwendung der Erdbebenhilfsgelder vor

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Haiti: Demonstranten werfen Präsident Martelly Verschwendung der Erdbebenhilfsgelder vor

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In Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis, haben mehrere tausend Demontranten erneut den Rücktritt des Präsidenten Michel Martelly gefordert. Die Vorwürfe: Missmanagement, Verschwendung und Korruption.

Die Demonstranten beklagten, dass die internationalen Hilfsgelder, die dem Land nach dem schweren Erdbebeben von 2010 versprochen worden waren, die Bevölkerung nicht erreicht hätten.

Die Polizei riegelte den Präsidialpalast ab und ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Organisiert hatten die Demonstrationen zwei Oppositionsparteien. Sie fordern Martellys Rücktritt und die Einsetzung einer Übergangsregierung.

Beim Erdbeben 2010 starben mehr als 200.000 Menschen. Dem Land waren nach der Katastrophe rund 2,9 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zugesagt worden, sie wurden aber nie vollständig überwiesen. Laut den Vereinten Nationen gelten in Haiti 600.000 Menschen als unterernährt.