Eilmeldung

Eilmeldung

Lage in der Ostukraine weiter unübersichtlich

Sie lesen gerade:

Lage in der Ostukraine weiter unübersichtlich

Schriftgrösse Aa Aa

Der Einsatz der ukrainischen Zentralregierung gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes ist offenbar nicht erfolgreich. Der ukrainischen Übergangsregierung scheint die Lage mehr und mehr zu entgleiten. Die Stadt Slawjansk ist anscheinend unter der Kontrolle der Separatisten. Gepanzerte Armee-Fahrzeuge mit bewaffneten Kämpfern sind in das Stadtzentrum gefahren. Es soll sich nach Agenturberichten dabei um zu den Aktivisten übergelaufene Regierungseinheiten handeln.

Die Kämpfer sind in der Stadt mit Jubel begrüßt worden.
“Ich möchte den Soldaten danken”, sagt eine Frau, sie seien hier um die Zivilisten zu beschützen. Niemand habe Angst vor diesen Soldaten, eher habe man Angst vor ukrainischen Nationalisten.

Die ukrainische Zentralregierung hatte Truppen in den Osten des Landes geschickt, um die Separatisten zu bekämpfen. Auf den gepanzerten Fahrzeugen in Slawjansk weht jedoch die russische Flagge. Man brauche keine ukrainische Flagge, sagte einer der Kämpfer, man habe die slawische. Nach Auskunft eines anderen Soldaten stammen die Armeefahrzeuge ursprünglich aus den Beständen der ehemaligen Sowjetunion, dann seien sie von der Ukraine übernommen worden, um jetzt den Menschen der “autonomen Republik Donezk” zu dienen.

Nach Angaben von Euronews-Korrespondent Sergio Cantone in Slawjansk haben die prorussischen Aktivisten dort Stellung bezogen und bereiten sich auf einen möglichen Angriff der ukrainischen Armee vor.