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Mapplethorpe und Rodin, Dialog der Körper

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Mapplethorpe und Rodin, Dialog der Körper

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Zwei Liebhaber des menschlichen Körpers führt die Pariser Ausstellung "Mapplethorpe Rodin" zusammen. Der eine war Bildhauer, der andere Fotograf, beide lebten in verschiedenen Jahrhunderten und sind sich nie begegnet. Und dennoch gibt es verblüffende Ähnlichkeiten, eine Art Dialog, den die Ausstellung im Musée Rodin auf packende Weise in Szene setzt.

Hélène Pinet, Kuratorin: “Bei Mapplethorpe denkt man an New York, die 80er Jahre, seine Fotografien. Bei Rodin kommt einem das 19. Jahrhundert in den Sinn, Paris und die Bildhauerei. Wir haben die beiden Künstler vereint, wegen der großen Leidenschaft für den menschlichen Körper, die beide zum Ausdruck brachten, der eine mit Fotos, der andere mit Skulpturen. Sie entwickelten eine gemeinsame Kunstsprache, es erschien uns interessant, die beiden mit einander zu konfrontieren, beziehungsweise, in Dialog zu setzen.”

Die Ähnlichkeit der Formen ist mitunter verblüffend.
Der Fotograf Robert Mapplethorpe erwähnte Rodin nie als Vorbild oder Inspirationsquelle muss aber während seines klassischen Kunststudiums mit Werken des Bildhauers in Berührung gekommen sein.

Beiden gemeinsam ist die Faszination für den nackten Körper und Sexualität. Beide Künstler unterhielten Beziehungen zu ihren Modellen.

In Paris findet zeitgleich eine große Mapplethorpe Retrospektive im Grand Palais statt.

Die Ausstellung im Musée Rodin geht bis zum 21. September.