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Russlands Wirtschaft stagniert

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Russlands Wirtschaft stagniert

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Überschattet von den Spannungen auf der Krim steuert Russlands Wirtschaft offenbar auf eine Krise zu. Sie schrumpfte in den ersten drei Monaten diesen Jahres im Vergleich zu den Vormonaten. Die Wachtsumsprognose für 2014 wurde weiter nach unten korrigiert.
Ursachen der Talfahrt: Wegen der Krimkrise gingen Investitionen zurück, Geld wurde außer Landes geschafft, der Rubel stürzte ab.

Die Erklärung des Wirtschaftsministers Alexei Uljukajew in der Duma: “Zu den internen Gründen, die das Wirtschaftswachstum verlangsamen, kommen der hohe Unsicherheitsfaktor auf den globalen Finanzmärkten, ernstzunehmende Kapitalflucht und Investoren, die in dieser seit Monaten angespannten Situation auf internationaler Bühne nicht bereit sind, Kapital anzulegen.”

Die Prognosen des Internationalen Währungsfonds für dieses Jahr wurden von 1,9 auf 1,3% nach unten korrigiert. Die russische Regierung senkte die Erwartungen von ursprünglich 2,5 auf nun maximal 1,1%.

Im Haushalt fehlt es an Milliarden Dollar Kapital, die in den ersten drei Monaten außer Landes geschafft wurden – so viel wie im gesamten letzten Jahr zusammengerechnet.

Gleichzeitig stürzte Russlands Währung in den Keller.

Die Schlussfolgerung mehrerer Wirtschaftsexperten: Russland könne sich in dieser Lage weder einen Krieg in der Ukraine noch einen längeren Handelskrieg mit dem Westen leisten.