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E-Zigarette: Jetzt schlägt die Tabakindustrie zurück

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E-Zigarette: Jetzt schlägt die Tabakindustrie zurück

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Nach dem enormen Erfolg der E-Zigarette hat die Tabakindustrie zum Gegenschlag ausgeholt. Japan Tabacco International (JTI) – der Hersteller der Zigarettenmarken Camel und Winston – bringt jetzt in Frankreich und in Italien Tabak-Kapseln und eigene elektronische Zigaretten auf den Markt. Anders als die bisherigen E-Zigaretten der Dampfer funktionieren die neuen E-Zigaretten aber nicht mit zum Teil nikotinhaltiger Flüssigkeit, sondern mit in kleine Kapseln verpacktem Tabak. Der Tabak darin wird nicht verbrannt, sondern nur erhitzt, was laut Hersteller weniger gesundheitsschädlich sein soll als herkömmliche Zigaretten.

In Frankreich heißt das neue Konzept “Ploom” – da stellt sich sofort die Frage, ob der Name besonders Jugendliche ansprechen soll – und wird in mehreren Geschmacksrichtungen angeboten. Darunter auch Menthol – vor dem Verbot der Menthol-Zigaretten in der Europäischen Union.

Mit ihrem neuen Produkt wollen die Tabakproduzenten die finanziellen Verluste ausgleichen, die dadurch entstanden sind, dass es immer mehr Rauchverbote gibt und dass immer mehr Raucher zum Dampfen übergegangen sind. Wirklich billig ist das neue Produkt nicht, auch weil es laut Hersteller zu 80 Prozent besteuert wird. 12 Kapseln sollen 6 Euros kosten – und eine Kapsel dauert offenbar etwa 10 Minuten. Offizielles Ziel des Hersteller JTI ist es, “Interesse für eine neue Form Art und Weise, Tabak zu konsumieren” zu schaffen.

Mit AFP