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Fahrunglück vor Südkorea: Eltern immer verzweifelter

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Fahrunglück vor Südkorea: Eltern immer verzweifelter

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Einen Tag nach dem Untergang einer Fähre vor Südkorea ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Regierung am Donnerstag auf vorerst neun gestiegen. Fast 300 Menschen werden weiterhin vermisst, hauptsächlich Schüler, die sich auf einem Ausflug befanden. Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass sich ein Großteil von ihnen noch im Schiff befindet – zur Rettung der Eingeschlossenen soll womöglich künstlich Sauerstoff hinzugefügt werden.

Unterdessen fuhren viele Eltern der vermissten Schüler selbst zur Unglücksstelle hinaus. Einige von ihnen starteten mit eigens gemieteten Booten, andere mit einer Fähre. Den Anblick der Unglücksstelle verkrafteten einige Eltern nicht. Sie mussten von Rettungskräften versorgt werden.

Die Unglücksursache ist weiterhin nicht geklärt – Ermittler schlossen nicht aus, dass ein abruptes Wendemanöver die Schieflage ausgelöst haben könnte. Überlebende berichteten von einem lauten Geräusch, dies könne von losgelöster Ladung stammen, so die Vermutung.

Doch bei aller Verzweiflung gab es auch gute Nachrichten: Fast 180 Gestrandete konnten laut südkoreanischen Medien bisher gerettet werden – darunter auch ein sechsjähriges Mädchen.

Die Rettungsarbeiten wurden durch starke Strömung und schlechte Sicht erschwert. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, schwindet.