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Forschungsdrohnen erobern den Ozean

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Forschungsdrohnen erobern den Ozean

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Drohnen erobern nicht nur den Luftraum, auch zu Wasser sind unbemannte Gefährte unterwegs, in vielfältiger Mission. Die in Kalifornien ansässige Firma Liquid Robotics entwickelt Forschungsdrohnen, die sich an der Oberfläche der Ozeane selbstständig fortbewegen, angetrieben allein von Sonnen- und Wellenenergie. Der “Wave Glider” kann monatelang auf See bleiben, um meteorologische Daten oder andere wichtige Informationen zu sammeln.

Bill Vass, CEO Liquid Robotics: “Die Drohnen sind dazu in der Lage, Daten auszutauschen. Falls eine größere Rechenleistung nötig ist, schließen sich mehrere Drohen zusammen. Das ist die Zukunft.”

Das jüngste Modell des “Wave Gliders” ist leichter und geräumiger, kann Messegräte und Sonden beherbergen, auch Antennen für den Internetempfang. So können Messdaten übertragen werden.

Ebenfalls kalifornischen Fabrikats ist “Saildrone”, die unbemannte Segeldrohne, die im vergangenen Herbst in 34 Tagen von San Francisco nach Hawaii glitt und damit den Weltrekord für die erste ferngesteuerte Pazifiküberquerung aufstellte.

Dabei ging es nicht so sehr um Geschwindigkeit, sondern um den Beweis der Möglichkeiten.
Die Segeldrohne könne nicht nur Forschungsdaten sammeln, sondern auch Küsten überwachen, meint Firmenchef Richard Jenkins.

“Überwachung ist ein wichtiges Thema. Die Küstenwache muss Drogenschmuggel unterbinden, für den Respekt von Naturschutzgebieten sorgen und gegen illegalen Fischfang vorgehen. Mit Kamera und Radar ausgestattete Drohnen melden suspekte Boote in unerlaubten Gewässern.”

Dank Satellitenübertragung sendet die Segeldrohne die gesammelten Daten an die Küstenstation und nimmt Steuerbefehle entgegen.