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Kiews Gegenoffensive in der Ostukraine verläuft mehr und mehr im Sand

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Kiews Gegenoffensive in der Ostukraine verläuft mehr und mehr im Sand

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Der Einfluss Kiews im kriselnden Donbass, dem Kohle und Stahl produzierenden Donezkbecken im Osten des Ukraine, scheint weiter zu schwinden.

Die sogenannte Anti-Terror-Operation, mit der Kiew die Kontrolle als Ordnungsmacht wieder herstellen und besetzte Flughäfen und Polizeigebäude zurückerlangen will, verläuft immer wieder im Sand.

“Die ukrainische Operation ist gelähmt, sie wirkt immer mehr wie eine Kehrtwende”, so der euronews-Korrspondent vor Ort.

Gelähmt oft deshalb, weil sich protestierende Zivilisten in den Weg stellen. Immerwieder halten unbewaffnete Demonstranten vorstoßende Transportwagen und Schützenpanzer auf oder bewegen sie gar zur Umkehr.

“Die Menschen sind verunsichert, sie fürchten um ihre Familien und Angehörigen, also wollen sie diese Fahrzeuge nicht durchlassen. Sie wollen nicht, dass diese Einheiten an einem militärischen Konflikt teilnehmen”, so einer der Zivilisten.

Aber auch die Soldaten sind verunsichert und gehemmt, gewaltsame Aktionen gegen unbewaffneten Zivilisten vermeiden Kiews Sonderkommandos. Andere überdenken ihre Loyalitäten und wechselten kurzerhand die Seiten, wie in Slowiansk geschehen.

Die seperatistischen Gruppen der Region zeigten sich dagegen weiterhin entschlossen und handlungsbereit. In Mariopol stürmten sie in eine Armeebasis, und forderten die Soldaten auf, sich ihrer Rebellion anzuschließen.