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Matisse, der Meister der mit der Schere malte

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Matisse, der Meister der mit der Schere malte

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Mit dem Spätwerk von Henri Matisse befasst sich die Tate Modern in London und zeigt die bisher größte, den Scherenschnitten des Meisters gewidmete Ausstellung "Henri Matisse: The Cut-Outs". Für die Schau wurden rund 130 der farbenfrohen Papierschnitte zusammengetragen, die der französische Künstler in seinen letzten 17 Lebensjahren schuf. Dabei entstanden berühmte Werke wie Ikarus oder der blaue Akt. “Malen mit der Schere” nannte Matisse diese Art zu arbeiten.

Nicholas Cullinan, Co-Kurator: “Für Matisse waren die Scherenschnitte auf gewisse Weise die Synthese dessen, woran er sein Leben lang gearbeitet hatte, die Auseinandersetzung mit Farbe, Linien, Konturen, Malerei, Zeichnungen, Skulpturen. Er bezeichnete den Vorgang als das Ausschneiden von Farbe.”

Die Schau zeigt in über 14 Räumen die Entwicklung des Scherenschnitts von frühen Experimenten bis hin zu den letzten großformatigen Werken, wie die Entwürfe für eine Kapelle im südfranzösischen Vence. Einer der Hauptgründe für die Zuwendung zum Scherenschnitt war seine durch Alter und Krankheit eingeschränkte Mobilität, meint seine Urenkelin.

Sophie Matisse: “Er stand am Ende seines Lebens und wollte noch viele Dinge tun. Er hörte die Uhr ticken und wollte so schnell wie möglich das tun, was ihm wichtig erschien.”

Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art (MoMA) in New York sowie mit führenden französischen Museen und
Institutionen entstanden. Sie läuft bis zum 7. September in London und wird ab Oktober 2014 im
MoMA gezeigt.