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Nespresso muss der Konkurrenz in Frankreich Zugeständnisse machen

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Nespresso muss der Konkurrenz in Frankreich Zugeständnisse machen

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Nespresso muss den Wettbewerbshütern in Frankreich, einem seiner wichtigsten Märkte, Zugeständnisse machen.

Die Behörde hatte Konkurrenten rechtgegeben, die Nespresso Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vorwerfen.

Der Hersteller von Kaffeekapseln und dazugehörigen Maschinen gewährt nun zum Beispiel auch dann Garantie auf die Geräte, wenn Kunden Kapseln der Konkurrenz verwenden.

Warnhinweise gegen diese Konkurrenzkapseln sollen verschwinden, ebenso wie warnende Erklärungen in der Öffentlichkeit.

Außerdem teilt Nespresso anderen Kapselherstellern technische Änderungen an seinen Maschinen mit, damit sie reagieren können.

In der Vergangenheit hatte Nespresso der Behörde zufolge öfter Änderungen an den Maschinen vorgenommen. Als Folge passten Kapseln von Konkurrenten mit einem Mal nicht mehr.

Diese und andere Zugeständnisse gelten für einen Monat: Ist die Wettbewerbsbehörde dann zufrieden, stellt sie das Verfahren ein.

Nespresso ist auch schon in Ländern wie Deutschland oder der Schweiz mit Klagen gegen
Firmen gescheitert, die eigene, Nespresso-kombatible Kapseln anbieten.

In Frankreich macht die Nestlé-Tochter ein Viertel ihrer weltweiten Umsätze. Rund drei Viertel aller Kapselmaschinen – so die Wettbewerbshüter – stammen dort von Nespresso.