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Everest-Unglück: "Sherpas starben für den Massentourismus"

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Everest-Unglück: "Sherpas starben für den Massentourismus"

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Am Mount Everest hat eine Lawine mindestens zwölf Nepalesen in den Tod gerissen. Sieben weitere Bergführer seien aus den Eis- und Schneemassen geborgen worden, manche von ihnen schwer verletzt. Mehrere Menschen werden nach Angaben des Tourismusministeriums noch vermisst.

Tashi überlebte knapp. Er erzählte seiner Schwägerin, was passierte: Sie sind früh aufgestanden und haben sich auf den Weg zu den höhergelegenen Camps gemacht, um Seile zu befestigen. Aber wegen des schlechten Zustand des Weges haben sie sich um eine Stunde verspätet. Als sie das Popcorn-Feld erreichten, hat eine Lawine plötzlich mehrere Männer unter sich begraben.

Bergsteiger-Legende Reinhold Messner zufolge starben die Sherpas, um den Massentourismus zu ermöglichen. Die Route zum Gipfel des höchsten Berges der Erde wird jedes Jahr mit Hilfe von Fixseilen und Leitern für die zahlenden Bergsteiger vorbereitet. Dafür steigen die lokalen Helfer über Wochen hinweg immer wieder auf und ab.